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12. Februar 2009

Die Betreuung von Kindern unter drei Jahren stellt in Dänischenhagen ein großes Problem dar. Während die Gemeinde nach einem Träger für den Neubau sucht, bleiben viele Eltern auf der Strecke.

Dass Dänischenhagen dringend eine Betreuungseinrichtung für Kinder unter drei Jahre braucht, zeigt sich in jeder Sitzung des Jugendund Sozialausschusses aufs neue, wenn Eltern in der Einwohnerfragezeit von ihren Nöten berichten, einen Platz für ihren Nachwuchs zufinden. Wer die Trägerschaft für den geplanten Neubau übernehmen soll, wird ein Arbeitskreis mit Vertretern aller Fraktionen klären.

Darauf verständigten sich die Ausschussmitglieder in ihrer Sitzung am Dienstagabend. Zu dem Zeitpunkt lagen Bewerbungen der Brücke Rendsburg-Eckernförde vor, die jedoch deutlich machte, dass eine Altersgruppen übergreifend konzipierte Tagesstätte zwei nach Alter getrennten Einrichtungen immer zu bevorzugen sei, des DRK, das die Krippe gern in der Nähe seiner bestehenden Kindertagesstätte realisiert wissen möchte, und der Arbeiterwohlfahrt Gettorf und Umgebung, die bereits Erfahrungen in der Betreuung von Kleinstkindern mitbringt. Zu erwarten sein wird dazu noch eine Bewerbung der zweisprachigen Einrichtung "Hallo - Hello" aus Dänischenhagen.

Alle Bewerber sollen Gelegenheit erhalten, sich mit ihren Konzepten dem Arbeitskreis zu präsentieren, regte Bürgermeister Wolfgang Steffen an. Das Gremium werde dann eine Empfehlung für die Gemeindevertretung aussprechen. "Davon hängt ab, wie das Kozept weiter aussieht", machte die Ausschussvorsitzende Ursula Liewert deutlich. Somit konnte auch die Frage einiger Eltern, die ihr Kind bei "Hallo - Hello" in die Obhut geben und wissen wollten, ob sie den zurzeit gewährten Zuschuss der Gemeinde auch nach Fertigstellung des Krippenbaus erwarten dürfen, nicht beantwortet werden.

Wie sehr das Problem drängt, machte ein Paar deutlich, das seinen Sohn im November im Alter von drei Jahren in die DRK Kindertagesstätte geben möchte und bislang auch gute Aussichten auf einen Platz gestellt bekommen habe. Jetzt aber hätten sie erfahren, dass ab September alle Plätze belegt seien. Der Vater verwies auf die Verpflichtung der Gemeinde, für sechs Jahre genug Plätze vorhalten zu müssen und wollte wissen, wie es zum Defizit kommen konnte. Liewert erklärte das mit dem unerwartet guten Zulauf zu den Neubaugebieten. Um ihrer Situation Nachdruck zu verleihen, überreichte das Paar einen Dringlichkeitsantrag an Bürgermeister Steffen.

Auch die Frage der Betreuung in den Ferien war ein Thema des Ausschusses. Einstimmig sprachen sich die Fraktionsvertreter für das Angebot der Brücke Rendsburg-Eckernförde aus, das eine Betreuung montags bis freitags von 8 bis 14 Uhr je eine Woche in den Oster und Herbstferien sowie drei Wochen in den Sommerferien vorsieht. Die Eltern zahlen dafür 30 Euro pro Woche und Kind, für finanziell schwache Familien wurde eine Sozialstaffel verabschiedet. Die Gemeinde bezuschusst die Ferienbetreuung, die allen Grundschülern aus Dänischenhagen und bei freien Plätzen eventuell auch aus dem Umland offen steht, mit 3050 Euro im Jahr.

Streitpunkt der Sitzung war der zu gründende Schulverband, der die Grundschulen Dänischenhagen, Strande und Schwedeneck unter einem Dach vereint. Horst Mattig (SPD) hielt es für "unglücklich", dass die Betreuten Grundschulen jeweils nicht mit in den Schulverband übergehen sollen. Fraktionskollegin Ursula Liewert war mit dem Namen "Schulverband Küste Dänischer Wohld" nicht einverstanden. Das erinnere an das Amt Dänischer Wohld, gab sie zu bedenken. Ursula Witt pflichtete ihr bei: "Dänischer Wohld, das ist ganz jemand anders." Dabei sei der Name so wichtig wie die Farbe eines Autos, betonte sie und regte an, den Verband nach den Mitgliedsgemeinden Strande, Dänischenhagen und Schwedeneck zu benennen - kurz Schulverband SDS.

"Ich kann die Diskussion nicht nachvollziehen", entgegnete Hans-Joachim Schröder (CDU). "Welchen Namen der Schulverband hat ist völlig egal. In absehbarer Zeit wird sowie so jeder nur noch vom Schulverband reden", war er überzeugt. Das Amt habe sich Gedanken gemacht, das sollte akzeptiert werden, fügte Thomas Waldeck (SPD) hinzu. Bei einer Enthaltung wurde dem Vertragswerk schließlich zugestimmt.


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