Thema: Richtlinie zur Jugendförderung

Pressemitteilung WiR
vom 17. November 2019

Anfang 2019 wurde durch den Ausschussvorsitzenden Thomas Waldeck (WiR für Dänischenhagen) im Jugend- und Sozialausschuss der Gemeinde Dänischenhagen das Thema „Jugendförderung“ auf die Sitzungsagenda gehoben, um in insgesamt vier Themenfeldern die Jugendarbeit gezielt zu fördern.

  1. Projektförderung als Methode, die Bedürfnisse und Wünsche von Jugendlichen in praktische Aktionen münden zu lassen, um Jugendliche im Erwerb einer Selbstorganisationskompetenz zu unterstützen und ihre berechtigten Belange mit der Gesellschaft in Einklang zu bringen. Die Projekte sollen auf kommunaler Ebene konkret realisierbar sein und einen solidarischen, ökologischen oder gesundheitlichen Hintergrund haben.
  2. Kostenlose Gestellung von Räumlichkeiten durch die Kommune zur Nutzung für Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen.
  3. Gewähren kommunaler Unterstützung für die Aus- und Fortbildung der Jugendgruppenleiter/-innen, Trainer/-innen und Übungsleiter/-innen, z.B. anteilige Übernahme von Seminarkosten, um Qualitätsstandards in der Jugendarbeit optimal zu erfüllen und den stetigen Bedarf an neuen leitenden ehrenamtlichen Personen zu fördern.
  4. Beschaffung von Sachmitteln, z.B. Förderung von Gegenständen zur allgemeinen und überfachlichen Jugendarbeit.

Insgesamt waren Haushaltsmittel für die Zukunft der Jugendarbeit in Höhe von jährlich 15.000,-€ angedacht.

Der Jugend- und Sozialausschuss hat diese Gedanken unterstützt und auch die Projektförderung und Aus-und Fortbildung mehrheitlich beschlossen. In der darauf folgenden Sitzung der Gemeindevertretung Dänischenhagen wurde diese Empfehlung des Fachausschusses mit den Stimmen der CDU und der SPD verworfen. Es wurden durch die Gemeindevertretung lediglich die Projektförderung mit einem jährlichen Budget von €1.000,- in Aussicht gestellt und zugleich nach dem Gießkannenprinzip jährlich €5,- je Kind/Jugendlichen/r bis zum 16. Lebensjahr für die Jugendeinrichtungen vorgeschlagen.

Damit würden der MTV Dänischenhagen rd. € 2.500,-, die Jugendfeuerwehr ca. €140,- und unser Pfadfinderstamm Nordisk Mandskab etwa €300,- erhalten.

Diese Vorgehensweise ist viel zu kurz gedacht und verhindert eine zielgerichtete, effektive Förderung der Jugendarbeit. Die politische Gemeinde wird ihrer Verantwortung für eine gute Jugendarbeit im Ort auf diese Weise nicht gerecht. Aus diesem Grund wird die WiR-Fraktion diese Richtlinie in der vorgelegten Fassung nicht mittragen.

Thomas Waldeck

 

Was jetzt kommt (Top 13)

Jugend- und Sozialausschuss am 19.11.2019

Wie WiR uns das mal gedacht hatten (siehe Vorschlag GV Waldeck):

Gemeindevertretung am 14.03.2019 TOP 10

Was ist ein Gießkannenprinzip:

Wikipedia: Gießkannenprinzip