Zeitungsartikel

Ein Haus „so bunt wie das Dorf“

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Ein Haus "so bunt wie das Dorf"

Als „Multifunktionsgebäude so flexibel wie möglich und so bunt wie das Dorf“ – so stellen sich die Teilnehmer des zweiten Workshops rund um den historischen Ortskern die Zukunft des Gasthofs „Zur Eiche“ vor. Zwar waren zur Folgeveranstaltung mit zehn Gästen deutlich weniger gekommen als zum Auftakt Ende März. Dennoch zeigten sich die Organisatoren der Wählerinitiative WiR für Dänischenhagen mit der Resonanz und den Ergebnissen sehr zufrieden.

teilnehmergebäudeworkshopsbürgerhauseichewaldeckpachthistorischengasthofsgabAuch wenn das Haus mit der in der Region einzigartigen Architektur über viele Jahre gastronomisch genutzt wurde, so waren sich die Teilnehmer doch einig, dass das Gebäude in der Mühlenstraße 1 künftig nicht mehr damit zu bewirtschaften sein wird. Für eine Konzession wären unglaubliche Umbauten erforderlich, dazu die energetische Sanierung, gab Thomas Waldeck von der WiR zu bedenken. Wer das auf sich nähme, gehe ein hohes finanzielles Risiko ein, sagte er weiter. Damit sich der Betrieb rechnet, müssten gut 51.000 Euro Umsatz im Monat erzielt werden – die Kosten für Kauf oder Pacht noch nicht mit berücksichtigt, hat er errechnet. Ein Bürgerhaus mit gastronomischem Angebot dagegen schien den Teilnehmern des Workshops realistischer. Es könnte ein Zuhause für die vielfältige Kultur im Dorf sein, parallel dazu könnte ein zu gründender Verein Bürgerhaus Eiche gemeinsames Sprachrohr für die verschiedenen Kulturschaffenden im Ort sein, skizzierte Waldeck. Als mögliche Nutzer wurden beispielsweise die Volkshochschule, Musiker oder auch die Landfrauen genannt, ferner die Verwaltung, die dort ein Trauzimmer einrichten könnte. Auch für die Grundschule ist das Bürgerhaus interessant, wie Leiterin Gesa Meißner deutlich machte. Die integrierte Offene Ganztagsschule könnte Teil des kulturellen Dorfzentrums der Gemeinde sein und so vorhandene soziale Bindungen nutzen und stärken sowie die verschiedenen Akteure miteinander vernetzen.

„Ich hoffe, dass sich nach und nach noch weitere Vereine aus dem Dorf in die Überlegungen einbringen“, sagte Waldeck, der sich bis zum nächsten Workshop am Dienstag, 16. Juni, um 19 Uhr mit rechtlichen Fragen zu Pacht, Trägerschaft und Eigentum auseinandersetzen wird. Eine Teilnehmerin wird bis dahin den geschichtlichen Hintergrund des historischen Gasthofs aufarbeiten, über den Eigentümer Carl-Wilhelm Raddant am Donnerstagabend einen spannenden Überblick gab. Eine weitere Gruppe wird ein Programmheft für eine fiktive Woche erstellen, das deutlich macht, wie die Eiche als Bürgerzentrum genutzt werden könnte. Wer sich in den E-Mail-Verteiler zur Zukunft der Eiche aufnehmen lassen oder etwas zur laufenden Diskussion beitragen möchte, meldet sich beim stellvertretenden Vorsitzenden Christian Bock unter Tel. 04349/66 99 00 5, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Kein Geld für Planung

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Kein Geld für Planung

Lag es an dem Abendspiel der Fußballweltmeisterschaft, England gegen Uruguay, dass die Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend nach nur einer Stunde bereits beendet war oder an den in den Ausschüssen gut vorbereiteten Beschlussempfehlungen? Um 19 Uhr eröffnete Bürgermeister Wolfgang Steffen (CDU) die Sitzung, um 20 Uhr schloss er sie. Dazwischen lagen zwölf Tagesordnungspunkte, denen die Kommunalpolitiker nahezu ohne Diskussion zustimmten.

Das traf nicht auf das Thema „Bereich der Gaststätte Zur Eiche“ zu, B-Plan Nr. 23 „südlich der Dorfstraße für Hausnummern 6-12 und östlich der Mühlenstraße für Hausnummern 1-13 im Ortsteil Dänischenhagen“. Um hier die Planungshoheit zu behalten, stimmte die Vertretung der Verlängerung der Veränderungssperre um ein weiteres Jahr zu. Aber entsprechenden Planungsaufträgen mit einem Kostenvolumen von 24 000 Euro mochte das Gremium nicht zustimmen. Der Bürgermeister hatte diesen Punkt auf die Tagesordnung gesetzt, obwohl wichtige Unterlagen hinsichtlich einer Wirtschaftlichkeitsberechnung fehlten. Diese Daten habe die Amtsverwaltung erst am selben Nachmittag erhalten, so dass diese abends in der Sitzung nicht vorlagen, erläuterte Steffen. Die Gemeindevertreter folgten dem Vorschlag Peter Backens (CDU), den Punkt auf eine Sondersitzung am 8. Juli zu vertagen.

 

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Wechsel an der Vereinsspitze steht an

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Wechsel an der Vereinsspitze steht an

Der noch amtierende Vorsitzende ist begeisterter Handballer, während der zukünftige Vorsitzende das runde Leder lieber mit dem Fuß bearbeitet. Aber eines haben die beiden gemeinsam: die Liebe zum Sport und die Verbundenheit zum Verein.

Nach zehn Jahren gibt Hartwig Rodde (l.) den Vorsitz im MTV ab. Ekkhard Krull möchte seine Nachfolge antreten. Am 21. März stellt er sich auf der Jahresversammlung zur Wahl.Im MTV steht ein Wechsel in der Vereinsspitze an. Nach zehn Jahren legt Hartwig Rodde(49) die Führung in die Hände von Ekkhard Krull (55). Ein Pflegefall in der Familie habe den Ausschlag für diese schwere Entscheidung gegeben, erklärt Rodde. Mit Ekkhard Krull habe er einen würdigen Nachfolger gefunden. Der Unternehmensberater, gebürtig in Nordrhein-Westfalen, ist seit 1976 Mitglied im MTV. Noch bis vor fünf Jahren habe er aktiv Fußball gespielt, so Krull. Am 21. März stellt er sich auf der Jahresversammlung zur Wahl.

 

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Neues System macht Politik transparent

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Neues System macht Politik transparent

Bürgerinformationssystem fürs Amt Dänischenhagen geht online

Die Weichen wurden mit dem politischen Beschluss vor gut einem Jahr gestellt – jetzt ist das Bürgerinformationssystem des Amtes Dänischer Wohld online. Interessierte Einwohner finden dort mit wenigen Klicks Informationen zu aktuellen Sitzungen, vorangegangenen Beschlüssen und der Besetzung der Gremien.

Zu den Sitzungen sind die Unterlagen der öffentlichen Tagesordnungspunkte einzusehen und auch die Protokolle, sobald sie vom Ausschussvorsitzenden freigegeben wurden. Außerdem können die Bürger nachschlagen, wer in welchem Gremium sitzt. Die jeweiligen Mitglieder erhalten ihre Unterlagen dank des neuen Systems nicht mehr auf dem Postwege, sondern auf dem elektronischen Wege auf den eigenen PC. „Der administrative Aufwand war jetzt zu Anfang hoch, weil das System ja erst eingerichtet werden musste“, erklärt Björn Petersen, kommissarischer Leiter des Amtes. Doch noch höher war der personelle Aufwand des Versands der Unterlagen über den Postweg, der nun nach und nach entfallen wird – die amtsangehörigen Gemeinden wurden nacheinander an Session herangeführt. Und weil nichts mehr ausgedruckt, kopiert und frankiert werden muss, werden außerdem erhebliche Kosten gespart. „Die Sitzungsunterlagen sind jetzt viel schneller bei den Gremienmitgliedern, die sich - wie auch die Bürger - über die Archivfunktion umfassender zu den Tagesordnungspunkten informieren können. Dieser Schritt war schon lange überfällig“, sagt Petersen. Statt eines Berges an Akten könne man nun auf dem Tablet alles ganz bequem bei sich tragen. Wenn WLAN wie geplant im Amtsgebäude verfügbar sein wird, bräuchten Politiker wie Bürger nichts außer einem Tablet oder Laptop mitzubringen, um alle Punkte der jeweiligen Sitzung verfolgen zu können.

Ein halbes Jahr lang haben Stephanie Fielbrandt und Hanne Humke das System im Betrieb getestet, im August wurden die Kollegen geschult. Mittlerweile seien die Abläufe klar, Fragen würden weniger, teilt Fielbrandt mit. Gemeinsam mit Victoria Hagge-Kinser steht sie auch den Bürgern für Fragen zur Navigation durch das Infosystem, aber auch Anregungen und Verbesserungsvorschläge zur Verfügung. Als nächstes steht die Überarbeitung der Homepage an. „Sie ist seit 2001 im Design weitestgehend unverändert. Das ist nicht mehr auf die heutigen Bedürfnisse ausgerichtet“, weiß Petersen.

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Dänischenhagen erhöht Hundesteuer

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Dänischenhagen erhöht Hundesteuer

Der Finanzausschuss treibt die Haushaltskonsolidierung voran und erstellt eine Einsparliste. So werden der Verkauf von Spielplatzflächen und die Erhebung einer Pferdesteuer übelegt.

Schulden in einer Höhe von einer Million Euro. Dazu sind im diesjährigen Haushalt Zinsbelastungen von 49 000 Euro veranschlagt – finanziell ist es eng in Dänischenhagen. Um sich aus dieser Zwangslage zu befreien, ist die Kommune auf der Suche nach neuen Einnahmequellen oder nach Einsparpotenzialen. Bereits auf der vergangenen Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsausschusses hat der Vorsitzende, Thomas Waldeck, versucht, das Thema Haushaltskonsolidierung aufzugreifen – ohne Erfolg. In der Sitzung am Donnerstag zögerten die Ausschussmitglieder nicht mehr. 15 Punkte enthält ein internes Arbeitspapier, das Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung macht. Dabei stehen nicht nur Einsparmöglichkeiten der Gemeinde zur Disposition, sondern auch konkrete Bürgerbeteiligung in Form von Steuererhöhungen.

Höhere Steuern müssen ab 2015 auch die Hundebesitzer Christoph Beske (l.) mit den Cockerspaniel-Hündinnen Lara und Jule und Erich Türke mit der Rauhaardackeldame Paula zahlen.Diese trifft als erste die Hundebesitzer. Der Ausschuss empfahl eine Erhöhung der Hundesteuer ab 1. Januar 2015. Für den ersten Hund sind dann 70 Euro fällig (bisher 48 Euro), für den zweiten Hund 92 Euro (bislang 72 Euro) und für den dritten Hund 125 Euro (bislang 96 Euro). Dänischenhagen hat damit gleiche Sätze wie in Schwedeneck. Dem Vorschlag des Innenministeriums, die Steuer für den ersten Hund auf 120 Euro zu erhöhen, wollte der Ausschuss nicht folgen. 229 Vierbeiner gibt es in der Gemeinde. 2013 betrug die Einnahme an Hundesteuer 13 684 Euro. Der Einwurf von Michael Heister, bürgerliches Mitglied, auch eine Pferdesteuer zu erheben, sorgte zunächst einmal für Gelächter in der Runde. Wurde aber dennoch bei der Verwaltung in Auftrag gegeben. Diese soll bis zur nächsten Sitzung Informationen einholen und einen möglichen Satzungsentwurf erarbeiten.

Neben Hundebesitzern sollen auch die Kita-Eltern zur Kasse gebeten werden, so die Überlegungen im Gremium. Eine Erhöhung von 28 Euro auf 29 Euro pro Betreuungsstunde und von 50 Euro auf 52 Euro pro Stunde sei moderat, so Horst Mattig (SPD). Das soll aber nur in Abstimmung mit den Trägern und den Eltern geschehen, so die Ausschussmitglieder. Einstimmigkeit herrschte in der Auffassung, Altenholz an den Betreiberkosten für die Kita zu beteiligen, da über 20 Kinder aus der Nachbargemeinde Dänischenhagener Einrichtungen besuchen. Gleichzeitig wurde versichert, dass die Wahlfreiheit im interkommunalen Gebiet erhalten bleiben soll. Doch vorab soll das Amt die Höhe der möglichen Schulkostenbeiträge prüfen, da viele Dänischenhagener Kinder die Schule in Altenholz besuchen. Vielleicht bestehe hier eine ausgeglichene Rechnung, so der Vorsitzende.

Aufgrund des enormen Finanzdrucks gibt es für die Gemeinde kein Tabu mehr hinsichtlich der Schaffung von Einsparmöglichkeiten. So stand auch der Verkauf des Spielplatzes im Ostring zur Beratung. Mit der Veräußerung der Fläche generiere die Gemeinde eine weitere Einnahmequelle und könne so auch die Parkplatzsituation im Ostring entschärfen, sagte Thomas Waldeck. Er schlug alternativ eine Fläche im Gerhard-Willrodt-Park vor: „Im Park können wir einen qualitativ hochwertigen, generationsübergreifenden Spielplatz schaffen“, so der Ausschussvorsitzende. Die Amtsverwaltung wurde mit der Prüfung beauftragt, ob für dieses Vorhaben eine Änderung des B-Plans notwendig ist, bevor die Thematik in den Ausschüssen weiter diskutiert wird. Bis zur nächsten Sitzung sollen die drei Fraktionen Vorschläge in Bezug auf den Verkauf von Spielplätzen beziehungsweise auf deren Notwendigkeit und Beschaffenheit erarbeiten.

Der Vorschlag, die Gewerbesteuer (bislang 330 Prozentpunkte) um 20 Punkte zu erhöhen, wurde verworfen. Ein Grund ist die Tatsache, dass es in der Gemeinde noch viele freie Gewerbeflächen gibt, deren Verkauf noch ansteht. Eine Erhöhung verschrecke potenzielle Käufer, so Peter Backen (CDU). Das Gremium folgte seinem Gedanken, im vierten Quadranten im Gewerbegebiet (ehemaliges Erdbeerfeld an der Bushaltestelle) langfristig für die Ansiedelung von Gewerbe zu öffnen, um auf diese Weise eine vermehrte Einnahme an Gewerbesteuern zu erzielen. Das Amt erhielt den Auftrag, Unterlagen des entsprechenden Bebauungsplans an die Ausschussmitglieder zu verschicken, um alle auf den gleichen Informationsstand zu bringen. Das Thema soll im Bauausschuss zunächst weiter erörtert werden.

Auf der Einsparliste steht auch der Zweckverband Bauhof Altenholz-Dänischenhagen. „Wir müssen ein Einsparpotenzial für Dänischenhagen erreichen“, sagte Backen. „Wir müssen das Stundenpaket reduzieren durch Verringerung der Aufgabenübertragung“, forderte Backen. Der Bauausschuss solle einzelne Leistungen hinsichtlich der Parkanlagenpflege festlegen, so Horst Mattig (SPD), um so eine Verringerung der nötigen Stunden und den Verzicht auf Hilfskräfte beim Bauhof zu erreichen. „Das ist ein langfristiger Prozess“, bilanzierte der Vorsitzende Waldeck. Man werde mit dem Zweckverband und der Gemeinde Altenholz in dieser Hinsicht demnächst Gespräche führen.

 

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